Die Wärmebehandlung mit Fangopackungen zählt zu den ältesten Kurbehandlungen und ist seit Jahrhunderten bewährt. Hierbei werden Kompressen aus gepresstem Moor, dem sogenannten Fango, verabreicht, die mit einem durchlässigen Vlies überzogen sind. Sie werden direkt auf die Haut aufgelegt und entwickeln dann eine sogenannte „feuchte Wärme“, die tief in das Gewebe einzieht und in der Tiefe wirkt. Der Patient wird während der Fango-Wärmetherapie in ein Leintuch und in eine Wolldecke eingewickelt, damit die Wärme möglichst lange gespeichert wird und erhalten bleibt.

Die Fango-Wärmetherapie entfaltet sowohl eine thermische Wirkung, die die Durchblutung fördert, den Stoffwechsel anregt, entspannend und schmerzlindernd wirkt, als auch eine Wirkung, die von den natürlichen Pflanzenbestandteilen im Fango ausgeht.

Die Fango-Wärmetherapie kann angewendet werden bei:

  • Verspannungen der Muskeln
  • rheumatischen Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Spasmen
  • Hexenschuss
  • Ischiaserkrankungen

 

Nicht geeignet ist eine Fango-Wärmebehandlung bei Patienten mit akuten rheumatischen Schüben und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.