Bei der Physiotherapie nach Bobath handelt es sich um ein Konzept, es basiert damit nicht auf festen Techniken, Methoden oder Übungen, sondern stellt immer den Patienten mit seinen individuellen Anforderungen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Durchgeführt werden darf eine Physiotherapie nach Bobath ausschließlich von zertifizierten Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten.

Wann ist eine Physiotherapie nach Bobath angezeigt?

Das Bobath-Konzept hat sich seit mehr als 70 Jahren insbesondere bei halbseitig gelähmten Patienten zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall bewährt. Auch Patienten mit einem Schädelhirntrauma oder Hirnblutungen profitieren davon, ebenso solche, die unter Multipler Sklerose, Morbus Parkinson sowie anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen leiden.

Die Behandlung nach Bobath basiert auf einer persönlichen, intensiven Interaktion zwischen Therapeut und Patient. Dabei ist der Therapeut eher passiv, er unterstützt den Patienten bei einzelnen Bewegungen oder komplexen Bewegungsabläufen nur im Notfall. Das zentrale Ziel ist es, die Eigenaktivität des Patienten wieder zu ermöglichen und zu fördern, um eine effiziente Kontrolle der Körperhaltung und Bewegungen zu erreichen.