Bei der Therapie von Schluckstörungen arbeiten oft viele Experten zusammen: Ärzte, Logopäden Physio- und Ergotherapeuten, Ernährungstherapeuten und Pflegepersonal. Das Verbessern, Normalisieren und Erhalten der Schluckfunktionen ist wichtig für das sichere, möglichst selbstständige und angenehme Essen und Trinken, aber auch für die Kommunikation. Denn der Kehlkopf und die Muskeln, Nerven und Gewebe, die beim Schlucken zusammenspielen, werden ebenfalls für die Lautbildung, die Stimme, das Sprechen und Artikulieren genutzt.

Im Idealfall lernt der Patient durch die Schlucktherapie, sich (wieder) vollständig und dauerhaft auf normale Weise zu ernähren, also oral (durch den Mund), ohne Sonde und ohne sich zu verschlucken, zu würgen, zu erbrechen oder Essen bzw. Flüssigkeit einzuatmen (Aspiration).

Schluckstörungen (Dysphagien) können als Begleit- und Folgeerscheinungen vieler angeborener oder ererbter Grunderkrankungen, Verletzungen, Operationen oder Therapien auftreten, etwa aufgrund von:

  • neurologischen Erkrankungen,
  • Krebserkrankungen und Krebstherapien,
  • Muskelerkrankungen,
  • Fehlbildungen oder Schädigungen im Kopf-, Rachen- und Halsbereich,
  • Erkrankungen der Zähne, der Kiefer oder Kiefergelenke,
  • Schlaganfall,
  • Demenzerkrankungen oder
  • psychischen Erkrankungen.

Auch Medikamente können dazu führen, dass das Schlucken beeinträchtigt oder der Schluckvorgang gestört ist, etwa durch Mundtrockenheit bei fehlender/verminderter Speichelproduktion oder übermäßigen Speichelfluss.

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie bei Schluckstörungen

Menschen jeden Alters können unter Schluckstörungen leiden. Darum bieten sowohl die Physio- und Ergotherapie als auch die Logopädie verschiedene Therapieansätze für Kinder, Erwachsene und Senioren an. Weil die Behandlungskonzepte vielfach ineinandergreifen, kann der Arzt je nach individuellem Befund auch mehrere Verordnungen parallel oder hintereinander ausstellen. So lässt sich etwa eine logopädische Sprach- und Schlucktherapie durch eine physiotherapeutische Atemtherapie, Bewegungsübungen oder ergotherapeutische Behandlungen zur Verbesserung der Sinneswahrnehmung, Koordination oder Handlungsfähigkeit im Alltag sinnvoll ergänzt werden.

Die besten Erfolge verspricht eine ganzheitliche ausgerichtete und individuell kombinierte Schlucktherapie, die neben den Betroffenen und ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten idealerweise auch die Bezugspersonen, etwa Eltern, Betreuer und Pfleger, mit einbezieht. Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns, um sich bei Therapieraum Essen von einem geschulten Therapeuten behandeln oder ausführlich beraten zu lassen. Wir sind für Sie da – entweder in unserer freundlichen Praxis in Essen oder bei einem Hausbesuch in Ihrer vertrauten Umgebung.